Zieht die SPD den Käufer aus?

Das Bestellerprinzip – sinnvoll oder Wahlkampf? Es erstaunt immer wieder, wie es doch Parteien gerade bei Neuwahlen immer wieder schaffen, sich Themen populistischer Art bereitzulegen. Dies geschieht zwar meist in Ermangelung von sinnvollen Vorhaben, greifen aber nicht selten auch bei den Wählern, da sie nicht die kompletten Hintergründe erläutert bekommen.

Der jüngste Vorstoß von Sigmar Gabriel zeigt wieder ein solches Vorhaben, das letztendlich nur den Käufer von Immobilien treffen wird. So möchte er nun auch bei Immobilienkäufen den Besteller des Immobilienmaklers für die Courtage aufkommen lassen. Was zuerst entlastend und sozial klingt, stellt sich am Ende als eine Kostenfalle für den Käufer heraus.

Wenn eine Immobilie bewertet und mit dem Verkäufer einen Preis festgelegt wird, kommt unmittelbar danach die Frage der Courtage. Ein seriöser Makler hat eine Vielzahl von Aufgaben rund um eine Immobilie, bevor sie auf den Markt kommt und bis sie dann auch protokolliert werden kann. Diese Leistung muss natürlich auch bezahlt werden. Bisher war es eine Vereinbarung zwischen Verkäufer und Makler unter Berücksichtigung des Bundeslandes, wie sich die Courtage gestaltet. Makler, die eine Außenprovision genommen haben, haben letztendlich den Käufer entlastet. Zum einen wurde hier transparent gearbeitet und zum anderen musste der Käufer keine Grunderwerbssteuer auf die Courtage bezahlen. Doch jetzt soll sich dies ändern.

Hier eine kleine Beispielrechnung:

Ein Haus wird für 300.000 € verkauft. Der Makler verlangt eine Außenprovision von 4,76%

Der Makler erhält dann 14.280€. Die Grunderwerbssteuer beläuft sich auf 15.000 € und die Notarkosten und Eintragungskosten kommen auf 7.500 €. Von den 14.280 € bekommt der Staat nochmals die Mehrwertsteuer in Höhe von 2.280 €. Der Makler hat somit 12.000 € verdient, die er am Ende des Jahre der Einkommensteuer unterwerfen muss. Insgesamt muss der Käufer 336.780 € auf den Tisch legen.
Die Aufteilung sieht dann wie folgt aus:
Makler 12.000 €, Staat und Bundesland 17.280 €, Notar und Nebenkosten 7.700 €

 

Nach den neuesten Vorschlägen der SPD rechnet sich das Ganze wie folgt:

Der Makler wird eine Innenprovision festlegen die etwa auf die gleiche Höhe kommen wird. Das heißt letztendlich, dass seine Provision auf den Kaufpreis geschlagen wird. Das Haus kommt dann auf 314280 €.
Der Makler erhält dann weiterhin seine 14.280 €. Die Grundsteuer wird nun auf 15.714 € hochgehen. Auch der Notar mit den Nebenkosten werden auf 7.857 € höher ausfallen. Insgesamt muss der Käufer nun 337.851 € auf den Tisch legen.

Die Aufteilung sieht dann wie folgt aus:
Makler 12.000 €, Staat und Bundesland 17.995 €, Notar und Nebenkosten 7.857 €

 

Zugegebenermaßen möchte die SPD eine Pauschale für den Notar festlegen, wohingegen die Kaufnebenkosten wir Grundbucheinträge usw. bleiben sollen. Auch wird an der Höhe der Grunderwerbsteuer, die am mächtigsten zuschlägt, sozialgerecht festgehalten. Das heißt die Einnahmen für den Staat erhöhen sich, wohingegen der Käufer zu Kasse gebeten wird.
Es ist erstaunlich mit welcher Kaltschnäuzigkeit etwas Schlechtes als etwas Gutes angepriesen wird. Die sozial gerechte Entlastung wird zur versteckten Belastung. Aber, es stehen eben Wahlen vor der Tür.

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