Selbstgemachte Fehlentwicklung?

Die Politik hat es sicherlich nicht leicht mit genauen Planungen. Hierbei spielt es keine Rolle, ob es um es um Digitalisierung, Steuerreform, europäisches Recht, Migration oder den Wohnungsbau angeht. Gerade in den letzten 3-5 Jahren hat man oft das Gefühl, dass die Politik nicht weiß was sie will. Es werden öfters politische Egoismen gefüttert, als die wirklich anstehenden Probleme professionell zu lösen. Flickschusterei und halbdurchdachte Kompromisslösungen, sind nicht nur ineffizient sondern manchmal sogar kontraproduktiv. 

Woran das liegt? Leider habe auch ich dafür keine greifende Antwort, sondern glaube, dass es ein Konglomerat von mehreren Gründen ist:

  1. Mangelnde Kompetenz der Entscheider
  2. Sachzwänge und entgegenwirkende Lobbyisten
  3. Politische Kompromisse, die eine saubere Lösung nicht möglich machen
  4. Entscheidungen die auf der Grundlage des Wiedergewählt Werdens entstehen
  5. Usw.

Betrachten wie den existenten Wohnungsmangel in Deutschland und die Preissteigerungen für Miete und Kauf. Die Politik konnte bereits vor vielen Jahren sehen, dass der Bedarf an Wohnungen wachsen wird. Besonders ein starker Zuwachs an Neubau, kernsaniertes und hochwertiges Wohnen waren absehbar. Doch wie hat man hier steuernd eingegriffen? Erst einmal gar nicht. Man hat einfach gewartet, bis die Probleme offenkundig waren. Dann kam man auf die Idee der Mietpreisgrenze. Doch gewirkt hat diese nicht. Bis heute debattiert die Regierung, sie macht Vorschläge die einen Tag darauf wieder in der Schublade verschwinden, es wird eine Steigerung sozialen Wohnbaus propagiert, der nicht oder nur in geringem Umfang stattfindet.
Dabei wäre es doch so einfach:

  1. Reduzierung der Auflagen für Neubau. Ein Kellerraum von 2 m² kann sehr wohl genügen. Fahrradabstellräume müssen nicht unbedingt sein. Die Energieverordnung verteuert ebenso. Neue Ideen wie, dass in einem Mehrfamilienhaus Fahrstühle zwingend erforderlich sind, sind ebenso nicht immer sinnvoll. Es gibt inzwischen so viele Forderungen an ein neuzubauendes Haus, dass die Kosten alleine für den Bau enorm gestiegen sind. Einen Vorteil hat es ja; der Staat nimmt dadurch mehr ein.
  2. Reduzierung der Neubauhemmnisse der Stadtverwaltung. Ein Bauantrag kann inzwischen mehrere Jahre lang dauern, bis er vielleicht positiv entschieden wird. Kommen Auflagen dazu, dann gehen wieder die Kosten hoch.
  3. Mietpreisgrenzen halten Investoren davon ab, Wohnraum zu generieren. Über eines muss man sich im Klaren sein; ein Kapitalanleger möchte Rendite haben. Kann er diese nicht drch den Kauf einer Wohnung generieren, kauft er nicht. Dann aber bleiben Bauträger auf ihren Wohnungen sitzen. Und am Ende wird weniger gebaut.

Die Natur und das städtische Aussehen sollten immer im Vordergrund stehen. Aber es sollte dennoch schnelle Entscheidungen möglich sein, die auf Kompromissbereitschaft beruhen. Ich könnte hier tagelang von meinen Erfahrungen bei denkmalgeschützten Gebäude und Neubauten berichten, die einem die Haare zu Berg stehen lassen. 

Der Preis steht immer – oder meistens – im Verhältnis von Angebot und Nachfrage. Habe ich ein Mehrangebot an Immobilien, dann sinken die Preise für Mieter und Käufer. Habe ich einen Mangel an Immobilien, steigen die Preise. Ganz einfach, oder?  Indem der Bau, die Sanierung, Anbau oder Umwandlung von gewerblicher zu wohnwirtschaftlicher Verwendung erschwert, eingeschränkt oder mit unsinnigen Auflagen versehen werden, umso weniger entsteht attraktiver Wohnraum.
Wenn nun jemand denkt, die Politik sei schuld an diesem Dilemma, hat leider Recht. 

 

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